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HTO OP

Hohe Tibiale Umstellungsosteotomie linkes Knie

Der Wecker klingelt um 04:30 Uhr…. Wozu eigentlich Wecker? An Schlaf war eh nicht zu denken, denn es musste ja im Geiste durchgegangen werden, ob auch wirklich an alles gedacht worden ist.

Außer einem Schluck Wasser und einer Tasse schwarzen Kaffee gab es auch nichts zum Frühstück. Ein letztes Mal ausgiebig geduscht und rein in bequeme Klamotten.

Pünktlich um 6:00 Uhr, streng genommen zu pünktlich, denn nun hieß es, 7:00 Uhr hätte auch gereicht…, habe ich eingecheckt. Das Zimmer war leer und so konnte ich mich völlig entspannt einrichten und das OP-Kleidchen anziehen.

Um 7:30 Uhr wurde ich abgeholt und in die Anästhesie gebracht. Ein ausgesprochen ausgeschlafener Assistent bereitete mich vor und erklärte mir jeden Schritt. Auf eine LMAA-Pille hatte ich verzichtet, da ich, jetzt wo es losging, recht entspannt und sehr interessiert war.

Bereits im Vorgespräch einigten wir uns auf eine Blockade der Nerven im Operationsgebiet. Dazu wurde , unter leichter Dosis Propofol, mit einer stumpfen Kanülle (nur ein kleiner Pieks) der Nerv mittels kleinem Reizstrom lokalisiert und betäubt. Anschließend wurde die Dosis erhöht und ich war innerhalb von wenigen Sekunden weg.

So habe ich nicht mitbekommen, das mein Knorpel geglättet wurde.Platte0001 Danach begann die eigentliche Operation in der das Schienbein fast durchgesägt, ausgespreizt und der Spalt mit Spenderknochenmaterial gefüllt wurde.

Aufgewacht bin ich wieder um 9:30 Uhr mit nur geringen Schmerzen. Dennoch erhielt ich einen kleinen Schmerztropf und schlief noch einmal kurz ein. Gegen 11 Uhr war ich dann richtig wach und befand mich in meinem Zimmer.

20141009_125447Ich war völlig überrascht! Nachdem was ist gelesen habe, hätte ich jetzt starke Schmerzen haben müssen und das Bein geschient sein. Doch ich hatte weniger Schmerzen als in der Nacht davor! Außerdem hatte ich keine Schiene…

Gegen Mittag kam Mittagessen und ich aß alles auf. Auf einmal hatte ich einen kräftigen Schweißausbruch und mir wurde schlecht. Kurz lang gelegt und alles war innerhalb von wenigen Minuten wieder gut!

Eigentlich hieß es, der Doc solle noch kommen und so wartete ich. Je länger ich wartete, um so mehr Zweifel kamen mir, ob überhaupt die Umstellungsosteotomie durchgeführt wurde oder ob nur das Knie arthroskopisch untersucht wurde und  aufgrund eines schlechten Knorpelzustandes die OP sinnlos wäre. Mir ging es einfach zu gut…

Um 16:45 Uhr kam dann der Doc sichtlich guter Laune und teilte mir mit, dass ihm die OP richtig Spaß gemacht hat. Seine neue Säge hat er eingesetzt und ist sehr zufrieden damit… Chirugenscherz? Wie auch immer, perfekt gelaufen, Knorpel auf der umgestellten Seite ist in Ordnung. Keine Komplikationen!

JUHU! Danke 🙂 !

Dann habe ich ihn gefragt, warum ich denn keine äußere Schiene habe und er antwortete nur: „Wozu? Sie haben doch eine eingebaute“. Ok, und belasten? Klar, immer zu, natürlich mit UAGS (Unterarmgehstützen).

Also, aufgesetzt und Füße auf den Boden gestellt. Klappt. Kreislauf?IMG-20141009-WA0011 Stabil! Supi. Kurze Zeit mit Hilfe und UAGS ins Bad. Zähneputzen ging gerade noch und dann kam wieder ein Schweißausbruch und mir wurde schlecht. Also schnell wieder in die Kiste und lang legen.

 

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