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BIA Seminar 2014

Am 20.09.2014 besuchte ich das BIA Seminar „Grundlagen und Segmentmessung“ der Firma  Data Input mit Dr. Johannes Käsebieter als Referent.

Da ich immer wieder auf Unverständnis stoße, wenn ich von der Bia-Messung rede und Anwendungsmöglichkeiten zur Messung und Dokumentation im Sport-Training und Ernährungsberatung darstelle, möchte ich mit meinem Erfahrungsbericht die Methode vereinfacht vorstellen.

Es ist somit nur ein kleiner Auszug aus dem umfangreichen Seminar! Meine Darstellung ist keineswegs wissenschaftlich korrekt, sondern soll komplexe Zusammenhänge vereinfacht darstellen!

Um es vorweg zu nehmen, ich habe selten ein so in sich schlüssiges und verständliches Seminar besucht, wie an diesem Tag in der Paracelsusklinik in Hannvover – Langenhagen!

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde wurde zuerst einmal geklärt, was denn überhaupt diese Bia-Geräte messen!

Dazu füllt Dr. Käsebieter sein kleines „Aquarium“ mit destilliertem Wasser. Da destilliertes Wasser nicht leitet, konnte das Gerät auch nichts messen!dest-WasserBanal, aber logisch!

So ist es auch in unserem Körper. Reines Wasser kommt nicht vor, sondern Flüssigkeiten mit gelösten und festen Bestandteilen.Salz

Um das zu verdeutlichen gab Dr. Käsebieter Salz in das destillierte Wasser und je mehr sich das Salz im Wasser löste, um so geringer wurde der (messbare) Widerstand.

Somit liegt der erste Leitsatz auf dem Tisch:

Die Bia-Geräte messen das Wasser in unserem Körper. Je mehr (mineralisiertes) Wasser in einem gleichbleibenden Körper vorhanden ist, desto geringer ist der Widerstand.

Als nächstes ging es darum zu verstehen, wie sich der Widerstand berechnet.

„Bei einer konstanten Frequenz ist die Resistanz (R) proportional zur Länge und umgekehrt proportional zum Durchmesser eines mit Flüssigkeit gefüllten Zylinders!

Auf gut Deutsch: Je länger ein Körper bei gleicher Dicke, desto größer ist der Widerstand, je dicker ein Körper bei gleicher Länge, desto geringer ist sein Widerstand.

Sehr gut veranschaulicht wurde dieses, indem eine lange grüne Gurke relativ eng in der Mitte gemessen wurde und danach die Elektroden Außen angebracht wurden!

Um noch einmal zu verdeutlichen, das wirklich nur das Wasser im Körper gemessen werden kann, wurde kurzerhand ein Pfund Butter mit Nadeln gespickt und vermessen. Butter besteht weitestgehend aus Fett und nur zu einem geringem Anteil aus Wasser.

ButterWie zu erwarten war, konnte das Gerät nicht messen. Somit ist eindeutig: das Gerät misst Wasser und kein Fett im Körper!

Somit ergibt sich der zweite Leitsatz:

Wenn 2 (menschliche) Körper bei ähnlicher Statur und Größe unterschiedliche Widerstände haben, hat ein Körper mehr mineralisiertes Wasser als der andere. Da das Wasser sich überwiegend in der Muskelmasse befindet und nicht im Fett, hat der Körper mit einem geringerem Widerstand mehr Muskelmasse. (Hierbei wird von gesunden Körpern ohne Ödeme ausgegangen)

Und auch der dritte Leitsatz:

Wenn eine ausgewachsene Person bei zwei zeitlich auseinanderliegenden Messungen unterschiedliche Werte hat, ist anzunehmen, dass sich das Verhältnis von Muskelmasse und Fettmasse geändert hat.

Doch das ist noch nicht alles! Wie sieht es denn mit dem Zustand der Zellen aus?

Wir alle kennen frische Äpfel, gelagerte Äpfel und schrumpelige Äpfel… Ich will nicht sagen, dass wir alle irgendwann schrumpelig werden, aber der gesunde Ernährungs- und Trainingszustand unseres Körpers kann sich durchaus in den Zellen widerspiegeln.

Dr. Käsebieter veranschaulichte das wie folgt:

Er vermass einen frisch vom Baum gepflückten Apfel. Die Anordnung der Elektroden blieb gleich.

Apfel-frisch

Wie erwartet, waren die Werte gut und die Zellen intakt (Membran und mineralisierte Flüssigkeit in der Zelle).

Dann nahm er den Apfel und legte ihn für 30 sek. in die Mikrowelle…

MikrowelleDas Wasser in den Zellen erhitzt sich und bringt einige Zellen zum Platzen. Dieses ist äußerlich durch die Schale nicht zu sehen! Aber durchaus zu messen. Die Werte wurden deutlich schlechter.

Apfel-nach-30sekDoch damit nicht genug! Der Apfel kam wieder für 30 Sekunden in die Mikrowelle …

Apfel-nach-60sek… und ist damit nahezu erledigt ;-)!

Was hat das jetzt mit uns Menschen zu tun, die ja in der Regel nicht freiwillig in die Mikrowelle gehen?

Der vierte Leitsatz:

Das Bia-Gerät kann den Widerstand der Zellen des Körpers messen und daraus wird der Zellzustand (Zellmembran und mineralisiertes Wasser) abgeleitet. Der Zellzustand kann sich verschlechtern und verbessern! Schädigend für die Zellen sind z.B. übermäßiger Alkoholkonsum, Zucker (Diabetes) , übertriebener Sport ohne entsprechende Ruhe- und Erholungsphasen, einseitige (Fehl- oder Mangel-) Ernährung, …

Fazit: Abwechslungsreich und dennoch höchst anspruchsvoll! Spannend und verständlich vorgetragen!

Wer sich näher mit der Bia-Methode beschäftigen möchte, dem empfehle ich uneingeschränkt ein Seminar bei Dr. Käsebieter von der Firma Data Input zu besuchen. Link: (KLICK)

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